Software-Hersteller Microsoft hat an seinem sogenannten Patchday für den Februar ein Vielzahl unterschiedlicher teils kritischer Sicherheitslücken geschlossen. Dabei handelt es sich insgesamt um 99 Fehler in den verschiedenen von dem Hersteller gepflegten Softwareprodukten, wie die Security-Spezialisten von Trendmicro berichten. Die wohl wichtigste dieser Sicherheitslücken betrifft den Internet Explorer.

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Bereits Mitte Januar hatte Microsoft vor einer Sicherheitslücke in seinem veralteten Browser gewarnt, die aktiv für Angriffe ausgenutzt werde. Die Lücke (CVE-2020-0674) ist dabei auf einen Speicherfehler in der Scripting-Engine des Browsers zurückzuführen, die es Angreifern ermöglicht, Schadcode auszuführen. Das gilt aber nicht nur für speziell präparierte Webseiten, sondern auch etwa für einige eingebettete Objekte in Office-Dokumenten, die die Engine ebenfalls verwenden.

Dritte Variante einer Lücke

Der bisherige Workaround besteht darin, die Engine global zu deaktivieren. Das dürfte aber die Nutzung vieler Webseiten stark einschränken. Darüber hinaus stellt Microsoft aber derzeit auch noch keinen Patch bereit, der die Lücke vollständig schließt. Wie schwierig dies ist, zeigt ein Kommentar der Google-Entwicklerin Maddie Stone.

Demnach handelt es sich bei der aktuellen Lücke lediglich um eine Variante einer weiteren Lücke, deren Ausnutzung ein Team von Google bereits im vergangen September entdeckt hatte. Laut Stone ist es sogar schon die dritte Variante der Lücke, die Microsoft offenbar nicht wie gewünscht dauerhaft schließen kann.

Auch der neue Edge-Browser hat eine Sicherheitslücke (CVE-2020-0767) in seiner Scripting-Engine ChakraCore. Demnach handelt es sich dabei noch um Microsofts eigene Engine und nicht um eine Lücke in dem Browser auf der neuen Chromium-Basis. Diese Lücke ermöglicht ebenfalls das Ausführen von Code, Microsoft hält die aktive Ausnutzung der Lücke jedoch für weniger wahrscheinlich.

Weitere Sicherheitslücken betreffen etwa eine Umgehungsmöglichkeit von Secure Boot (CVE-2020-0689), zudem Codeausführung in Microsoft Exchange (CVE-2020-0688), im Remote Desktop Client (CVE-2020-0681) oder auch in den Windows Media Foundations (CVE-2020-0738). Für alle der genannten Lücken und viele weitere stellt Microsoft entsprechende Updates bereit, eben bis auf die erwähnte Lücke im IE an deren Behebung noch gearbeitet wird.


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