In der Schweiz gibt es – Stand Samstag 14. März – 1.359 bestätigte Fälle von Infektionen mit SARS-CoV-2. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet gleichzeitig 13 Todesfälle von Patienten, die sich mit Covid-19 angesteckt hatten. Zuletzt waren zwei ältere Menschen im Tessin verstorben.

Die Regierung hat alle Schulen bis zum 4. April geschlossen. Versammlungen von mehr als 100 Menschen sind verboten, in Restaurants dürfen sich nicht mehr als 50 Personen (Gäste und Personal) aufhalten.

An diesem Samstag wurde angekündigt, dass die Polizei in Luzern ab Montag wegen der Coronavirus-Krise mehrere Posten nicht mehr öffnet.

Skigebiete geschlossen

Gesundheitsminister Alain Berset hatte am Freitag die Schließung der Skigebiete angekündigt. Auch das Jungfraujoch wird geschlossen. Schon seit Wochen bleiben die asiatischen Touristen aus. Der CEO der Jungfraujoch-Bahnen, Urs Kessler, sagt im Interview mit 20 Minuten: “Seit der Eröffnung der Bahn im Jahr 1912 war das Jungfraujoch nur während des Ersten Weltkrieges länger geschlossen. Was jetzt passiert, ist ein grosser Einschnitt. Die Schliessung wird wirtschaftliche Auswirkungen für die ganze Jungfrau Region haben. Wenn uns das aber hilft, das Cornoavirus rasch zu bekämpfen, ist die Massnahme verständlich. Gesundheit hat oberste Priorität.”

Warnung vor Fake-Emails

Die Schweizer Regierung warnt die Bürgerinnen und Bürger auch vor Fake-Emails zum Thema Coronavirus, die angeblich vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommen, aber im Anhang Schadsoftware enthalten. Mithilfe dieser Malware wollen Cyberkriminelle Passwörter und andere Informationen ausspähen. Die Behörden bitten darum, solche Emails nicht zu öffnen.

Wird genug getestet?

Gleichzeitig ist die Diskussion über die richtige Antwort auf die Coronavirus-Krise in vollem Gange. In der Schweiz werden derzeit 2.000 Tests pro Tag durchgeführt. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, dass Erkrankte, die keine schweren Symptome haben, einfach zu Hause bleiben sollen. Sie sollten dann in häuslicher Isolation wieder gesund werden. In Deutschland werden etwa 20.000 Tests pro Tag realisiert, was prozentual nicht wirklich mehr sind.

In der Schweiz gibt es aber keine DRIVE-IN-Tests, wie sie an einigen Orten in Deutschland eingeführt wurden. So können sich verängstigte Menschen in den hessischen Städten Groß-Gerau und Marburg in “Corona-Drives” testen lassen, ohne aus dem Auto auszusteigen.

Laut der Internetseite 20 Minuten klagen mehr und mehr Schweizer darüber, dass sie erkrankt sind, sich aber nicht auf das Coronaviru testen lassen können. “Mein Sohn hustet ständig und weint, weil er so starke Brustschmerzen hat – und der Arzt will uns nicht testen, weil wir in den letzten Wochen nicht in Italien waren. Das ist ein Witz!” So zitiert 20 Minuten einen Vater.

Ein anderer Leser schreibt: “Meine Schwester ist sehr krank, sie hat hohes Fieber und hustet dauernd. Man hat zwar eine Blutprobe genommen, aber keinen Corona-Test gemacht. Am nächsten Tag ging sie wieder in den Notfall, dann hiess es, man mache keine Tests bei jungen Leuten, nur für Menschen ab 60 Jahren. Sorry, aber in was für einer Welt leben wir hier?”

Auch in Frankreich werden nicht alle Menschen getestet, die glauben, dass sie sich mit Covid-19 angesteckt haben.

Zunächst hatten sich auch mehrere Schweizer bei einer Veranstaltung einer Freikirche bei Mulhouse (Mühlhausen) in Frankreich angesteckt. Die französiche Region “Grand Est” zählt laut Robert-Koch-Institut zu den Coronavirus-Risikogebieten – ebenso wie Italien und das österreichische Bundesland Tirol

Doch Reisende, die in der Schweiz, in Österreich oder in Italien waren sollten sich in Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium 14 Tage in häusliche Isolation begeben.



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